Was kostet eine Website in Südtirol?

Porträt von David Kompatscher, Gründer von DK Webdesign.
David Kompatscher
24. September, 2026

Wenn in einem Südtiroler Betrieb eine neue CNC-Fräse oder ein Firmenfahrzeug ansteht, fragt niemand nur nach dem Preis. Man fragt: Was bringt sie und wie schnell hat sie sich bezahlt gemacht?

Bei der Website wird dagegen oft um jeden Hunderter gefeilscht, als wäre sie Büromaterial. Dabei arbeitet sie jeden Tag für dich: Sie bringt Anfragen, überzeugt Einkäufer und hilft dir, Fachkräfte zu finden.

Wer online nach Preisen sucht, findet alles zwischen "ab 500 Euro" und "20.000 Euro aufwärts". Und die meisten Anbieter in Südtirol nennen gar keine Zahlen, sondern verweisen auf ein individuelles Angebot. Das ist grundsätzlich richtig, denn jeder Betrieb braucht etwas anderes. Bevor du anfragst, willst du aber wissen, in welcher Größenordnung du dich bewegst.

Hier bekommst du deshalb realistische Richtwerte für Südtirol und eine ehrliche Rechnung, ab wann sich die Investition lohnt.

Die Kurzantwort

Eine professionelle Website für einen Handwerks- oder Industriebetrieb in Südtirol kostet meist zwischen 3.000 € und 8.000 €. Je nach Anbieter und Umfang sieht die Spanne so aus:

  • Baukasten, selbst gemacht: 100 bis 400 € im Jahr, plus deine eigene Zeit
  • Einfache Website oder Landingpage: 1.500 bis 3.000 €
  • Betriebs-Website (4 bis 8 Seiten, zweisprachig): 3.000 bis 8.000 €
  • Industrie, mehrsprachig oder mit Schnittstellen: ab 8.000 €, bei Agenturen oft deutlich darüber
  • Laufend: ungefähr 15 bis 50 € im Monat für Hosting und Domain, Betreuung extra

Ein Tipp beim Vergleichen: Achte darauf, ob ein Angebot mit oder ohne 22 % MwSt. angegeben ist. Das macht bei einer Website für 6.000 € schnell 1.300 € Unterschied.
Wie ich selbst arbeite und wo sich meine Projekte bewegen, siehst du auf meiner Seite zu Webdesign Südtirol.

Kostenpunkt oder Investition?

Ein Kostenpunkt ist Geld, das weg ist. Eine Investition ist Geld, das zurückkommt.

Rechnen wir es wie bei einer Maschine: Eine Website für 6.000 € läuft realistisch fünf Jahre oder länger. Das sind 100 € im Monat, weniger als eine einzige Stellenanzeige. Und anders als eine Maschine nutzt sie sich nicht ab. Mit jedem Referenzprojekt und jedem Monat bei Google wird sie wertvoller.

Was deine Website erwirtschaften kann

Aufträge. Eine Tischlerei im Pustertal investiert 5.000 €, ein durchschnittlicher Auftrag bringt 8.000 € Umsatz. Ein einziger zusätzlicher Auftrag im Jahr, und die Website hat sich beim Umsatz bezahlt gemacht.
Wie so ein Auftritt für einen lokalen Betrieb aussehen kann, zeigt das Projekt für das Bodenstudio Alpsfloor.
In der Industrie ist die Rechnung noch klarer: Ein neuer B2B-Kunde in Deutschland oder Norditalien bringt über die Jahre schnell einen sechsstelligen Umsatz.

Fachkräfte. In Südtirol herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Gute Leute bewerben sich nicht bei einer Firma, deren Website aussieht wie 2012. Eine Karriereseite mit echten Fotos von Werkstatt, Halle und Team ist eines der wirksamsten Mittel gegen den Fachkräftemangel, das du selbst in der Hand hast.

Vertrauen. Egal ob Bauherr aus Bozen oder Einkäufer in München: Bevor jemand anruft, schaut er sich deine Website an. Eine veraltete Seite kostet dich Aufträge, von denen du nie erfährst. Ob das bei dir der Fall ist, prüfst du schnell mit diesen 9 Anzeichen, dass deine Website ein Update braucht.

Förderung: Bis zu 60 % zurück

Für Kleinstunternehmen in Südtirol gibt es eine Digitalisierungsförderung, die auch Websites abdeckt, mit bis zu 60 % der förderfähigen Ausgaben. Aus 6.000 € werden im besten Fall 2.400 € Eigenanteil, auf fünf Jahre gerechnet 40 € im Monat. Wichtig: Der Antrag muss vor Projektstart gestellt werden, die Frist läuft jeweils bis 30. September. Weitere Details findest du auf der Seite von Civis.

Was den Preis bestimmt

  • Umfang: Leistungsbereiche, Produktgruppen, Referenzen und Karriereseite brauchen Struktur. Gleichartige Seiten lassen sich über Vorlagen effizient bauen.
  • Sprachen: Deutsch und Italienisch sind in Südtirol Pflicht, in der Industrie kommt häufig Englisch dazu. Jede Sprache bedeutet Übersetzung und eigene Seitentitel für Google, erschließt dir aber einen ganzen Markt.
  • Funktionen: Datenblätter zum Download, Anfrageformulare oder Anbindungen an andere Systeme brauchen Zeit zum Einrichten und Testen.
  • Gefunden werden: Niemand googelt "Tischler", sondern "Tischler Bruneck" oder "elettricista Merano". Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Seiten mit Ortsbezug gehören zu SEO. Das wird von Beginn an, bei jedem neuen Projekt mitgedenkt und dem Umfang hinzugefügt.

Wo du sparen kannst und wo nicht

Sparen kannst du, indem du klein anfängst (lieber fünf starke Seiten als fünfzehn halbleere) und Inhalte wie Stichpunkte und Projektfotos selbst vorbereitest.

Nicht sparen solltest du an hochwertigen Fotos, an guten Texten und an der technischen Basis. Eine langsame Seite kostet dich jeden Tag Anfragen. Wer hier spart, spart an der Rendite und nicht an den Kosten.

Und bei der Wahl des Partners: Schau dir echte, live geschaltete Referenzen aus der Region an, nicht nur Mockups. Mehr dazu in So findest du den richtigen Webdesign-Partner in Südtirol.

Fazit

Eine professionelle Website für einen Südtiroler Handwerks- oder Industriebetrieb kostet meist zwischen 3.000 und 8.000 €, mit Förderung kann dein Eigenanteil deutlich darunter liegen. Die wichtigere Zahl ist aber eine andere: Wie viele Aufträge oder Mitarbeiter muss sie dir bringen, damit sie sich rechnet? Meistens reichen einer oder zwei.

Wo dein Projekt genau liegt, lässt sich ohne Gespräch nicht seriös sagen. Dafür muss ich wissen, was dein Betrieb braucht und was die Website leisten soll. Schreib mir kurz, worum es geht, dann schlage ich dir ein paar Termine für ein Gespräch von etwa 20 Minuten vor. Danach weißt du, mit welchem Aufwand und welchen Kosten du rechnen musst, unverbindlich.

Häufige Fragen

Wird eine Website in Südtirol gefördert?
Ja, für Kleinstunternehmen gibt es eine Digitalisierungsförderung von bis zu 60 %. Der Antrag muss vor Projektstart gestellt werden.

Muss meine Website zweisprachig sein?
Gesetzlich nicht, wirtschaftlich fast immer. Mit nur einer Sprache verzichtest du auf einen großen Teil des Marktes.

Lohnt sich eine neue Website, wenn wir genug Aufträge haben?
Oft gerade dann, denn viele Betriebe mit vollen Auftragsbüchern suchen vor allem Fachkräfte. Und mit mehr Anfragen kannst du dir die besseren Aufträge aussuchen.

Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Rechne mit vier bis acht Wochen ab Start. Der größte Zeitfaktor sind meistens Texte, Fotos und Übersetzungen.

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